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FAQ - Kompensationsprüfung

 

Wann macht man die Kompensationsprüfung?

Man hat im Falle einer negativ beurteilten Klausur die Möglichkeit, eine Kompensationsprüfung abzulegen und damit die negative Klausurarbeit „zu verbessern“. Als Alternative dazu hat man immer die Möglichkeit, zum nächsten Maturatermin erneut zur Klausur anzutreten. Die Kompensationsprüfung ist also eine zusätzliche Chance für die Kandidatinnen und Kandidaten. Die Entscheidung, ob man nach einer negativen Klausur zu einer Kompensationsprüfung antreten möchte oder die Klausur beim nächsten Termin lieber wiederholen will, liegt immer bei der Kandidatin/beim Kandidaten.

 

Wie läuft eine Kompensationsprüfung ab?

Es gibt nach Vorlage des Aufgabenpakets eine Vorbereitungszeit von 30 Minuten. Im Anschluss daran findet eine maximal 25-minütige mündliche Prüfung statt. Die Struktur und inhaltliche Ausrichtung der Kompensationsprüfung orientiert sich an der entsprechenden Klausurprüfung.

 

Wie sieht die Kompensationsprüfung in Mathematik aus?

Es gibt fünf Aufgaben. Jede dieser Aufgaben besteht aus einem Grundkompetenzteil, also einer kurzen Frage/Aufgabenstellung zu einer bestimmten Grundkompetenz im Stil einer Typ-1-Aufgabe. Zusätzlich gibt es dann noch bei jeder dieser fünf Aufgaben eine weiterführende Leitfrage, in der Fragen aus dem Umfeld der entsprechenden Grundkompetenz gestellt werden. Hier muss man vor allem zeigen, dass man die Inhalte/Begriffe verstanden und entsprechend erklären/darstellen kann.

 

Wie viele Kompensationsprüfungen sind erlaubt?

Man kann gegebenenfalls in jedem negativ beurteilten Klausurfach eine Kompensationsprüfung ablegen, also maximal vier.

 

Wann findet die Kompensationsprüfung statt?

Der Termin wird in den standardisierten Klausurfächern österreichweit einheitlich durch das Bundesministerium für Bildung (BMB) festgelegt. Die Prüfungen finden an zwei Tagen vor der mündlichen Reifeprüfung statt, wobei zwischen der schriftlichen Prüfung und der Kompensationsprüfung mindestens 11 Tage Zeit sein werden.

 

Was ist der Unterschied zwischen einer Kompensationsprüfung und dem derzeit gültigen "Zusatz"?

Der traditionelle "Zusatz" ist nach dem Muster einer mündlichen Teilprüfung konzipiert, wohingegen die Kompensationsprüfung als eigenständiger Prüfungsteil nach standardisierten Kriterien durchgeführt wird. Aus diesem Grund werden die Aufgabenstellungen für die Kompensationsprüfung ebenso wie für die standardisierten schriftlichen Klausuren österreichweit einheitlich vom BMB bereitgestellt und nicht – wie dies bei der „Zusatzprüfung“ der Fall war – von der jeweiligen Prüferin oder dem jeweiligen Prüfer. Im Unterschied zur Zusatzprüfung gibt es bei der Kompensationsprüfung auch keine Wahlmöglichkeit mehr, sondern die Kandidatin/der Kandidat muss sämtliche Aufgaben, die gestellt werden, bearbeiten.

 

Was ist der Unterschied zwischen einer mündlichen Prüfung und einer Kompensationsprüfung?

Die Kompensationsprüfung ist strukturell und inhaltlich der schriftlichen Klausur nachgebildet. Die Prüfung besteht aus mehreren Aufgabenstellungen, die zentral vom BMB erstellt werden.

Bei der mündlichen Reifeprüfung wird nur eine Aufgabenstellung bearbeitet. Hier wählt die Kandidatin/der Kandidat aus zwei gezogenen Themenbereichen einen aus und bekommt dann eine Frage aus diesem Themenbereich. Diese werden zusammen mit dem Themenpool von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern an der Schule ausgearbeitet und zusammengestellt.

 

Welche Noten sind bei der Kompensationsprüfung bzw. bei der Wiederholung der Klausur möglich?

Die beste Klausurfach-Note nach Ablegung der Kompensationsprüfung ist ein "Befriedigend". Bei einer Wiederholung der Klausur sind alle Noten erreichbar, d. h. auch ein "Gut" oder "Sehr gut".

 

Welche Note muss ich zumindest auf die Kompensationsprüfung haben?

Um ein Klausurfach mit negativ beurteilter Klausur positiv abzuschließen, muss die Kompensationsprüfung positiv beurteilt werden.

 

Was passiert, wenn auch die Kompensationsprüfung negativ ist?

Bei negativ beurteilter Kompensationsprüfung kann die Kandidatin/der Kandidat die Klausurprüfung im nächsten Prüfungstermin ablegen.

 

Steht die Kompensationsprüfung als solche im Zeugnis?

Nein. Im Zeugnis steht die Note, die sich aus dem Ergebnis der in diesem Fall negativen schriftlichen Klausur und dem Ergebnis der Kompensationsprüfung zusammensetzt. Die Note im Zeugnis kann deshalb nicht besser als ein "Befriedigend" sein.