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FAQ - Fragen zu Schularbeiten

 

Warum werden erst in der 7. Klasse der AHS "tatsächliche" Zentralmatura-Beispiele bei den Schularbeiten durchgenommen?

Es gibt eine gesetzliche Regelung (Leistungsbeurteilungsverordnung und Lehrplanverordnung AHS), die in den 7. und 8. Klassen bei mehrstündigen Schularbeiten in Mathematik vorschreibt, dass Schularbeiten analog zur neuen schriftlichen Reifeprüfung aus zwei Teilen bestehen müssen und bestimmte Kompetenzbereiche abzudecken haben.

Nicht vorgeschrieben ist, dass diese beiden Teile auch getrennt beurteilt werden müssen, das ist allerdings auch nicht verboten. Die Entscheidung liegt (wie eh und je) bei den Lehrerinnen und Lehrern, die das in den meisten Fällen auch verantwortungsvoll wahrnehmen. Das gilt auch für die Frage, welche Arten von Aufgaben bei Schularbeiten eingesetzt werden sollen. Aus unserer Sicht kann das pädagogische Ziel nicht darin bestehen, möglichst rasch und vollständig auf die neuen Prüfungsformate umzusteigen, sondern dies möglichst erfolgreich zu tun – und das bedingt je nach Schulklasse und bisherigem Unterricht sicher unterschiedliche Geschwindigkeiten.

 

Wer ist für die Beurteilungsregeln für die Matura, wer für die Beurteilungsregeln für Schularbeiten zuständig?

Das Bundesministerium für Bildung (BMB) entwickelt die standardisierten Prüfungsaufgaben für die (schriftlichen) Klausurfächer mit zentralen Aufgabenstellungen. Dabei muss sichergestellt sein, dass diese Prüfungsaufgaben und die verpflichtend zu befolgenden Beurteilungsanleitungen den Lehrplänen und der (seit 1974 gültigen) Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) entsprechen. Damit ist auch klar, dass neben dem Stand der Wissenschaft bei der Umsetzung auch den gesetzlichen Rahmenbedingungen Rechnung getragen werden muss.

Für Schularbeiten gelten die Bestimmungen der Leistungsbeurteilungsverordnung und der Lehrplanverordnung (2012). Wie auch bisher ist die Schulaufsicht für die Auslegung dieser Bestimmungen im jeweiligen Bundesland zuständig. Die professionelle Verantwortung für die Gestaltung und Beurteilung von Schularbeiten innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen liegt bei den Lehrerinnen und Lehrern.